Vorschläge und Anregungen Verkehrskonzept

Nach der Vorstellung des Verkehrsgutachtens waren Bürger und Fraktionen eingeladen, Vorschläge einzureichen, die im späteren Verkehrsentwicklungskonzept berücksichtigt werden können.

Unten stehend haben hier unsere Vorschläge vom 14. Oktober 2017 eingefügt.

Vorschläge und Anregungen für das Verkehrskonzept Mettmann

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dinkelmann,

der Einladung folgend, dass auch die Fraktionen Vorschläge einreichen können, übermitteln wir Ihnen hier unsere Vorschläge.

1. Fahrradfreundliche Stadt Mettmann

Einbahnstraßen

Die meisten innerstädtischen Einbahnstraßen (vor allem im Zentrum) sollten für Fahrradfahrer in Gegenrichtung passierbar gemacht werden, z.B. in der Oberstadt und rund um die Königshof Galerie.

Radwege

Viele benutzungspflichtige Radwege mit Verkehrszeichen 240 und 241 sind schlecht benutzbar und nicht zumutbar. Sie müssten also eigentlich nicht benutzt werden [1]. Diese Schilder sollten entfernt und durch Zusatzzeichen 1022-10 (Radfahrer frei) für das Befahren mit Fahrrädern freigegeben werden. Beispiel: „Radweg“ Richtung Neandertal.

Fahrstreifen für den Radverkehr sollten möglichst auf der Straße angebracht werden anstatt Radwege über marode und enge Gehwege zu führen.

Es sollte insgesamt mehr in die Sanierung und den Erhalt der Radwege investiert werden.

Beschilderung des Radnetzes

Für wichtige Verbindungen durch und in die Stadt sollte eine leicht erkennbare und eindeutige Beschilderung des Wegenetzes angebracht werden. Dies gilt auch außerhalb der Stadt, z.B. auf den vielen Feldwegen Richtung Nachbarstädte, die oft schneller und einfacher nutzbar sind als die Hauptverkehrswege (z.B. nach Wülfrath).

Bevorzugte Radwege sollten in OpenStreetMap bzw. OpenCycleMap eingetragen werden. Dort können auch andere für Radfahrer relevante Infrastrukturelemente verzeichnet werden, z.B. Ladestationen für E-Bikes oder Werkstätten.

Stellplätze

Es sollten mehr Stellplätze für Radfahrer geschaffen und gekennzeichnet werden. Die üblichen kleinen Ständer sind übrigens für hochwertige Fahrräder i.d.R. ungeeignet.

E-Bikes und Flotten

Es sollte eine Infrastruktur für die zunehmende Zahl an E-Bikes geschaffen werden, z.B. Ladestationen.

Eine Flotte von Leihrädern sollte zur Verfügung gestellt werden. Siehe Beispiele in Düsseldorf u.ä.

Wartung und Reparatur

Es sollten einfache Fahrradwerkstätten geschaffen und gefördert werden. Denn im einschlägigen Fachhandel dauert es oft Wochen, einen Termin z.B. für eine Reparatur oder einen Check zu bekommen.

Werbung und Aktionen

Im Einzelhandel und bei Behörden sollte für die Belange von Radfahrern beim Einkaufen und bei Besorgungen geworben werden. Es sollte Aktionen für Radfahrer geben.

Stadtradeln

Die Stadt Mettmann sollte sich beim Stadtradeln beteiligen oder zumindest dafür werben.

Quellen:

[1] http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html

2. Weitere Entlastung der Innenstadt

Für die Entzerrung des Verkehrs in Mettmann fehlt nach wie vor eine nördliche Ortsumgehung.  Alle bisher getroffenen Maßnahmen verschieben Verkehrsströme in der Innenstadt und belasten Anwohner und Geschäftsleute. Die Netztrennung in der Innenstadt, die eine Zufahrt zu den Parkhäusern am Jubiläumsplatz und in der Schwarzbachstraße aus dem Mettmanner Süden kommend über die Breitestraße und Untere Johannes-Flintrop-Straße unmöglich macht,  bringt mehr Probleme mit sich, als sie löst.

Unabhängig davon zeigt die Ableitung des Verkehrs von der Wülfrather Straße über die Seibelquerspange, Nordstraße und Berliner Straße schon heute, dass die Berliner Straße diesem Verkehrsaufkommen mittelfristig nicht gewachsen ist.

Die 2004 beschlossene Teilumfahrung der Kernstadt mit der späteren Ergänzungsmöglichkeit, die eine Anbindung an die Osttangente bedeuten würde, sollte deshalb zeitnah realisiert werden. (Siehe Anlage)

3. Feinstaub- und Lärmpegelmessungen im Stadtgebiet

Für städtische Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen wie u.a. die Berliner Straße, Düsseldorfer Straße und Nordstraße soll durch die Stadtverwaltung beauftragt in regelmäßigen Abständen eine Feinstaub- und Lärmpegelmessung erfolgen, um rechtzeitig auf zu hohe Belastungen für die Anwohner reagieren zu können.

4. Verkehrsberuhigtes Stadtzentrum

Mit einer 20 km Zone im Stadtzentrum (siehe Anlage) sollte die „schnelle Durchfahrt“ insgesamt unattraktiv gestaltet werden.

Freundliche Grüße

Fraktion Piraten/Linke

Ria Garcia                                                                  Jürgen Gutt

Anregungen zur Fahrradfreundlichen Stadt: Ralf Krüdewagen (sB)

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